VC Freudental wird Deutscher Vereinsmeister im Beachvolleyball der U15 weiblich


Bereits die Qualifikation zur Meisterschaft durch den Gewinn des württembergischen Meistertitels Anfang Juni war für Spielerinnen und Trainer ein großer Erfolg. Es ist die erste Teilnahme einer Mannschaft des VCF an einer deutschen Meisterschaft.

Mit viel Respekt und der Ungewissheit wie sich der VCF in der Runde mit Vereinen wie der SC Potsdam, WiWa Hamburg,  VolleyTeam Berlin oder der VCO Rhein-Neckar, schlagen würde, starten Leonie Büdenbender, Emily Joos, Kim Prade und Zoe Welz mit Trainer Andreas Büdenbender am Freitag morgen in das Turnier.

Bei der Vereinsmeisterschaft, die zum zweiten Mal ausgetragen wurde, spielen 16 Vereine bei Jungs und Mädchen in zwei Doppeln je einen Satz aus und im Anschluss zwei Sätze im 4:4. Bei Gleichstand nach 4 Sätzen folgt ein 2:2 im Golden Set.

Der erste Gegner SC Potsdam, als letztjähriger Vize-Meister, war zu Beginn ein Hammerlos und zeigte dem VCF das hohe Niveau der Meisterschaft. 
Beide Doppel konnte der SC Potsdam gewinnen, jedoch zeigten die Spielerinnen bereits hier, dass mit Ihnen zu rechnen waren und keine so schnell aufgeben würde.
Auch der erste Satz im 4:4 musste denkbar knapp mit 13:15 abgegeben werden. Im zweiten legte der VC los und gewann diesen mit 15:7.
Der erste Satzgewinn im ersten Spiel bei einer deutschen Meisterschaft war gelungen, jedoch war allen klar, dass nun nur Siege zählten. 
Wie stark der Gegner aus Potsdam war wurde später klar, als dieser erst im Halbfinale eine Niederlage einstecken musste.

Nach einer Mittagspause und Schiedsricherpflichten ging es am Nachmittag gegen die Mannschaft DJK TuSa Düsseldorf, eine reine Beachvolleyballmannschaft.
Allen war klar, dass der Sieger dieser Partie sicher in der Zwischenrunde sein würde.
Da Düsseldorf das erste Spiel gewonnen hatte, war auch klar, dass bei einer Niederlage im nächsten Spiel ein Endspiel gegen Mannheim um den Einzug in die Zwischenrunde folgen würde.

In veränderter Teamzusammensetzung konnte der erste Satz mit 21:14 gewonnen werden, jedoch musste sich das zweite Team 12:21 geschlagen geben.
Das 4:4 musste die Entscheidung bringen. Dass der VCF hier nur schwer zu schlagen ist, zeigte sich im Verlauf des ganzen Turniers.
Ein sehr enger erster Satz endete 15:13 für den VCF. Jede Spielerin spielte konzentriert und mit vollem Einsatz weiter und der vierte Satz konnte mit 15:7 deutlich gewonnen werden.
Mit einem Sieg und einer Niederlage endete der erste Tag.

Im letzten Gruppenspiel am Samstag morgen traf man mit dem SSV Mannheim-Vogelstang auf eine bekannte Mannschaft. 

Dieses Mal dürften Zoe und Kim im 2:2 beginnen und gewannen souverän mit 21:10.
Der 21:10 Sieg von Leo und Emy brachte die 2:0 Führung. Ein Satz im 4:4 würde reichen um in die Zwischenrunde einzuziehen. Welcher Platz es werden würde, müsste das Spiel zwischen Potsdam und Düsseldorf entscheiden. 
Jedoch machten es die Spielerinnen spannend für Trainer, Zuschauer und Zuhausgebliebene und verloren den ersten Satz mit 11:15.
Dieser Satzverlust sollte eine Lehre sein und so konnte der nächste über Spielstände von 4:1, 9:1 und 11:2 mit 15:4 gewonnen werden.
Da Düsseldorf gegen Potsdam verlor, war der VCF als Gruppenzweiter in der Zwischenrunde. Hier folgte ein Spiel gegen den Dritten einer anderen Gruppe. 

Im Überkreuzspiel gegen Kriftel am Nachmittag zeigte der VCF seine Stärke und Können. Sehr deutlich wurden beide Doppel gewonnen, mit 15:6 und 15:9 die Sätze im 4:4. 
Somit qualifizierte sich die Mannschaft für das Viertelfinale, das gegen den Erstplatzierten der Gruppe 4 WiWa Hamburg als drittes Spiel des Tages folgen sollte.

Nach den Doppeln stand es wieder 1:1. Allen war bewusst, dass dem VCF das 4:4 sehr gut liegt und wurden beide Sätze deutlich gewonnen.
Das Halbfinale war erreicht und der Tag beendet. Mit einer Platzierung wie dieser, hatte vorher keiner gerechnet geschweige geträumt. Der VCF war unter den besten vier Mannschaften Deutschlands.

Glücklich über das bereits erreichte, aber auch nervös was folgen sollte und angespannt, da die Mannschaft nun natürlich noch mehr wollte, begann der nächste Tag. 
Das Halbfinale gegen das VolleyTeam aus Berlin startet entsprechend. 
In äußert knappen Sätzen im 2:2 zeigten die Spielerinnen, dass sie zurecht im Halbfinale waren. Nach 18:21 und 21:17 stand es erneut 1:1 und die folgenden Sätze mussten entscheiden. 
Dass der erste Satz deutlich gewonnen wurde, lag vor allem am Einsatz und dem Auge für den richtigen Ball. 15:5 endete der Satz und keiner konnte glauben, dass der Einzug ins Finale wirklich gelingen könnte. 
Nervös starteten beide Mannschaften. Im gesamten Verlauf des zweiten Satzes zeigte sich um was es hier ging. Finale für den VCF oder Ausgleich für Berlin und damit verbunden ein Entscheidungsspiel bis 15 Punkte. Am Ende behielten die Spielerinnen sowie Trainer die Nerven und gewannen den Satz mit 15:12.

Der Gegner im Finale sollte der Gewinner des letzten Jahres, SV Raspo Lathen, sein. Lathen konnte sich im Halbfinale gegen den SC Potsdam im Entscheidungsspiel durchsetzen, nachdem es nach 4 Sätzen 2:2 stand.

Finale bei der ersten Teilnahme an einer deutschen Meisterschaft für den VCF. Keiner konnte es glauben aber die Freude war riesig!

Jedoch musste dies nach einer kurzen Pause der Konzentration weichen. 
Motiviert durch das Motto des ganzen Wochenendes „ Erfolg ist kein Glück, sondern nur das Ergebnis von Blut, Schweiß und Tränen“ (Kontra K, Erfolg ist kein Glück) begann das Finale.
Nach einem schlechten Start im ersten Doppel kämpften sich Zoe und Emy Punkt um Punkt wieder an den Gegner heran, mussten sich am Ende jedoch geschlagen gegeben. 
In der Zwischenzeit glühten die Telefone aller Angehörigen und Vereinsmitglieder, der Spielstand würde im Minutenrhythmus durchgegeben. So etwas hat der VCF noch nie erlebt.
Ein absolut spannendes und kräftezehrendes Doppel lieferten Leo und Kim, konnten sich am Ende mit 21:17 durchsetzen.
Erneut stand es vor dem 4:4 1:1 nach Sätzen. Die Entscheidung sollte hier fallen oder auch nicht.
Nun stieg die Nervosität ins unermessliche und dies zeigte sich leider im Spielverlauf. Über 0:5 und 5:12 konnte sich Buspo Lathen deutlich durchsetzen.
Jedoch wären die Mädels nicht sie selbst, wenn sie nun aufgeben hätten.
4. Satz, neues Glück. Und es begann fulminant. 
Nach wenigen Minuten führte der VCF 6:1. Eine Schwächephase machte den Satz wieder spannend. Am Ende konnten alle Spielerinnen, Trainer, Zuschauer und die Zuhausgebliebenen am Telefon über das 15:12 und den Satzausgleich jubeln.
Ein Golden Set im 2:2 musste die Entscheidung bringen.
Erneut wurden Leo und Kim vom Trainer Andreas Büdenbender eingesetzt und es entwickelte sich ein spannender und ausgeglichener Satz auf höchstem Niveau. Die Führung ging hin und her, ehe sich Lathen mit 3 Punkten absetzen konnte. 
Dass im Volleyball vieles möglich ist, zeigten die folgenden Minuten. Der Ausgleich gelang dem VCF beim 9:9, ab diesem Zeitpunkt spielte das Team souverän und sicher. Über 11:9 und 13:9 wurde die Führung ausgebaut und am Ende jubelte das gesamte Team über einen vom Gegner ins aus geschlagenen Ball.
Keinen hielt es auf den Plätzen und so hallte ein lauter Jubel über den Platz und alle lagen sich in den Armen und die Freudentränen konnten nicht zurück gehalten werden.

Der VC Freudental hat es geschafft und sich als kleiner Verein gegen alle Mannschaften durchgesetzt und ist DEUTSCHER Vereinsmeister der U15 im Beachvolleyball!

Herzlichen Glückwunsch an Leonie Büdenbender, Emily Joos, Kim Prade, Zoe Welz sowie Andreas Büdenbender.
Danke an alle Unterstützter, Fans, Eltern und vor allem allen, die uns dieses unglaubliche Wochenende ermöglicht haben. 

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